Liebe ist …

Heute bin ich turnusmäßig an der Reihe, Brezen für den Regionalausschuss des Betriebsrats zu besorgen. Gestern habe ich vorbestellt und heute beim Frühstück noch gemurmelt: „Brezen abholen nicht vergessen.“

Liebe ist, wenn ich auf liebenswerte Weise daran erinnert werde:

Die vielen Kleinigkeiten machen viel mehr aus als eine große Sache.

Aus-Flug

Frühstückstisch mit Tagesplanung, um das schöne Wetter zu genießen. 

Ich: „Willst Du Dich heute Nachmittag hinlegen, um heute Abend fit zu sein?“

Bianca: „Warum, was ist?“

Ich: „Heute ist Walpurgisnacht und ich gehe davon aus, dass Du ausfliegst.“

Wir lieben uns – oder: warum unsere Beziehung funktioniert. 

Auch diese Zeiten gibt es

Vom Firmwochenende am Nachmittag heim kommen, die Sachen auspacken und dann direkt ins Bett, um etwas Schlaf nach zu holen (gab in zweieinhalb Tagen nur neun Stunden gesamt).

Und nach 90 min Schlaf kam Ronja mit einem strahlenden Lachen zu mir herein und erzählte mir begeistert, was sie in den letzten zwei Tagen alles erlebt hat. Später kam noch Linus dazu und dann lag ich mit meinem beiden Kindern im Arm im Bett und wir haben uns wunderbar unterhalten. 

Ohne Gezänk, ohne Streit, ganz entspannt. 

Und zum Schluss holte Ronja noch ihren CD-Player und legte die CD „Von der Kuh die wollt ins Kino geh“ ein. Und so lagen wir zu dritt in Bett, lauschten der Geschichte und sangen dem Refrain mit. 

Life’s good to us. 

Wolfsheulen

Abends mit den Kindern auf dem Heimweg von der Eisdiele. Ronja hängt sich an Toms linker Hand ein, Linus an der rechten. 

Ronja drückt einen Kuss auf Toms Hand auf – die Reaktion ist ein „Wow, schön, danke.“

Viele Küsse, die Reaktion ein „wowowowowow, danke!“

Linus setzt das Spiel auf der rechten Seite fort, dann werden beide Hände gleichzeitig abgebusselt – Toms Reaktion ist ein langgezogenes „Wouwooouuuuwuuuuu!“

Bianca kommentiert: „Es gibt gar kein Wolfsheulen – das sind nur Väter, die von ihrem Kindern liebevoll abgeknutscht werden!“