Grüße old style

Ein bekannter Inhalt einer Gruppenstunde ist das Schreiben eines Briefes an sich selbst – was sind meine Wünsche, Träume, Erwartungen und Hoffnungen an mich und mein Leben und welche Perspektiven gibt mir das Leben? Diese Einheit lässt sich mit Drittklässlern ebenso gestalten wie mit Jugendlichen und Erwachsenen.

Diese Briefe kommen dann direkt in Umschläge und werden versiegelt. Der Gruppenleiter sammelt diese Umschläge ein und versendet dann diese Briefe nach einer geraumen Zeit (6 Monate, 1 Jahr …).

Eine Herausforderung dabei ist: Kinder und Jugendliche wissen nicht mehr, wie ein Umschlag beschriftet wird. Also wird immer ein Umschlag als Muster beschrieben: wo kommt die Briefmarke, der Adressat und der Absender hin?

Auf Nachfrage kommt auch immer die Antwort: nein, auch Postkarten werden nicht mehr versendet; Urlaubsgrüße gibt es via WhatsApp. Was ich schade finde, da eine Postkarte eine gewisse Wertigkeit besitzt.

Umso mehr freute uns heute, als wir von Erakuu folgende Karte im Briefkasten fanden:

Vielen herzlichen Dank.

Kirchenführung

Im Zuge der Erstkommunion-Vorbereitung gab es für die Erstkommunionskinder auch eine Kirchenführung von unserem Pfarrer. Als Gruppenleiterin ist Bianca mit dabei.

Sakristei

Pfarrer: „Schaut mal, hier hängen zwei Bilder von Personen. Das sind meine Chefs. Wer kennt die?“

Kind1: „Das ist der Papst.“

Pfarrer:Richtig. Und der andere? Da steht auch sein Name dort.“

Kind2 liest vor: „Kardinal Reinhard Marx“

Kind3: „Sind die auch schon tot?“

Klar, wenn sonst in der Kirche nur Statuen und Bilder von Toten zu sehen sind ….

An der Orgel

Pfarrer erklärt die Funktionsweise der Orgel: „Und dort, wo Frau S. steht, da …

Kind1 unterbricht:„Wer ist Frau S.?“

Kind2 und 3 helfen: „Das ist doch die Bianca!“

Pfarrer: „Dort, wo Bianca steht…“

Orgelpfeifen

Klamotten und Rang

Vor einigen Wochen habe ich Ihm verraten, was meine Funktion in meinen wilden Jahren war. Nicht nur dem Alkohol geschuldet lachte er und glaubte mir nicht. Wir vereinbarten daher, dass wir beide beim Ehrenamtsempfang im Diener erscheinen werden und er dann mir glauben würde.

Ich habe mir mehr Gedanken gemacht als er glaubt und dann festgestellt, dass ich ein neues Hemd mit Löchern für Manschettenknöpfe benötige.

Der Gedanke war: geh in das nächste Herrenausstattungsgeschäft und kaufe eines. Tja:

  • „Haben wir nicht, da kein Bedarf. Ein normales Hemd, der Herr?“
  • „Wer trägt denn sowas noch? Ein normales Hemd, der Herr?“
  • „Für diese Sonderwünsche sind wir nicht zuständig. Ein normales Hemd, der Herr?“
  • „Nur in Rosa, ansonsten gerne ein normales Hemd, der Herr?“
  • „Nur in Verbindung mit dem Anzug, aber nicht als Einzelteil. Nicht doch lieber ein normales Hemd, der Herr?“
  • „Da haben wir in Ihrer Größe nur noch ein Hemd. Wollen Sie es zuerst anprobieren?“

Ja, wollte ich. Und war erstaunt, dass es so ein Problem ist, ein gut sitzendes Hemd mit Löchern für Manschettenknöpfe in München zu finden.

Am Abend dann angezogen, die Manschettenknöpfe mit einem gewissen Stolz angelegt und die Spange mit einem mulmigen Gefühl befestigt.

Zwei Fragen stellten sich dann noch:

  1. Wer war an diesem Abend gnadenlos overdressed?
  2. Wer erschien nicht beim Empfang?

Fast sprachlos

Das ist Ike.

Ike ist unser „Never Stop Exploring“-Abenteuer-Bär. Der rote Wams ist sein Markenzeichen. Ike ist jetzt auch – neben Calvin – auf einer Kerze:

Kerze

Während des Nachmittags sollte jeder Firmling eine Kerze basteln und darauf abbilden, wofür er brennt und was ihn begeistert – bei mir war kein Flugzeug abgebildet, da die Kerze dafür zu klein war oder meine Feinmotorik zu schlecht.

Dafür hatte mein Mitgruppenleiter ein Flugzeug auf seiner Kerze und erklärte anschließend warum das so ist.

Und ich war erst mal sprachlos, schaute auf den Boden und konnte nur noch ein „Danke“ murmeln.

Firm-Auftakt

Es geht wieder los.

Tim

Tim und ich tauschten wieder zur Verwirrung der Jugendlichen (und zum Ärger der Erwachsenen) unsere Namen und zogen den Namenstausch erneut konsequent durch 😃

50 Jugendliche machen sich heute mehr oder weniger neugierig auf den Weg zu ihrer Firmung im nächsten Jahr. Begleitet werden sie dabei von einigen Erwachsenen und – was mich besonders freut – von vier Jugendlichen zwischen 17 und 20 Jahren.

Dieses Jahr gibt es für mich fünf Gründe warum ich doch noch einmal den Firmgruppenleiter gebe: genau diese vier junge Erwachsenen (mit meinem Sonnenschein leite ich eine Gruppe und freue mich auf die Zeit mit ihm; einer hilft sehr selbständig und hält uns damit den Rücken frei; der dritte ist ungewöhnlich reif für sein Alter (und hat Knopfaugen) und dem vierten kann ich zwar nichts mehr bei bringen, kann aber kaum mit jemand so viel Quatsch machen wie mit ihm) und einer der Firmlinge, den ich nun in meiner Gruppe habe.

5 Jungs sind nun in genau dieser Gruppe und es lässt sich gut an. Ich freu mich auf die Arbeit mit ihnen.

Im Gegensatz zu meiner Firmvorbereitung damals wird es kein Bibelwälzen und Psalm-auswendig lernen geben – das Hauptaugenmerk liegt darauf, dass sich die Jugendlichen selbst reflektieren und überlegen, was sie eigentlich von ihrem Leben erwarten. Ein spannendes Thema, in dem das Lachen und Spielen bestimmt nicht zu kurz kommen wird.

Sobald sie verstanden haben, wer Tim und wer Tom ist.