Gelernt ist gelernt (und erlebt ist erlebt)

Mit zwei meiner Jungs (u20) war ich auf dem Heimweg vom Dankesessen. Den halben Abend hatten sie es schon auf meine Armbanduhr abgesehen …

Beim Verabschieden von Nr. 1 hält dieser meine rechte Hand fest und ruft Nr. 2 auf, mir die Uhr abzunehmen während er mich hält.

Nr. 2 springt vor und hält auch meine rechte Hand … was bei uns zu Erstaunen führt, da ich wie die meisten meine Armbanduhr links trage.

Ein kurzer Ruck an meiner rechten Hand und sie ist frei – sonst wäre Nr. 1 vom Rad gefallen.

Und dann passierte es: gegen zwei stärkere Jungs hatte ich kraftmässig zwar keine Chance, aber die antrainierten Reflexe und Griffe meines „schwarzen Gürtels“ saßen auch noch nach 20 Jahren. Und als ich merkte wie die dazu gehörende Aggression sich aufbaute musste ich mich selbst geistig daran erinnern, dass die Jungs nur gankeln (oberbayerisch für aufziehen, spielen, Kräfte messen) wollten und keine wirkliche Gefahr von ihnen ausging.

Gut und schlecht: alte Verhaltensweisen und alte negative Erlebnisse lassen sich auch nach vielen Jahren nicht einfach ablegen.

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