49 qm

Unser kleiner Garten ist ein kleiner Rückzugsort. Groß genug um einen Zwetschgenbaum wachsen zu lassen, ein buntes Blumenbeet zum Blühen zu bringen (mehr oder weniger) und eine Schaukelbank (alternativ eine Hängematte) hinein zu stellen, um den Sonnenuntergang zu genießen.

An manchen Tagen bin ich froh, dass unser kleiner Garten nur 49 qm klein ist. Wie heute beim Rasenmähen (Handrasenmäher), Unkraut jäten, Moos entfernen und grundsätzlich nach dem Winter herzurichten.

Ich war körperlich fertiger als beim letzten 10 km-Lauf.

Gelernt ist gelernt (und erlebt ist erlebt)

Mit zwei meiner Jungs (u20) war ich auf dem Heimweg vom Dankesessen. Den halben Abend hatten sie es schon auf meine Armbanduhr abgesehen …

Beim Verabschieden von Nr. 1 hält dieser meine rechte Hand fest und ruft Nr. 2 auf, mir die Uhr abzunehmen während er mich hält.

Nr. 2 springt vor und hält auch meine rechte Hand … was bei uns zu Erstaunen führt, da ich wie die meisten meine Armbanduhr links trage.

Ein kurzer Ruck an meiner rechten Hand und sie ist frei – sonst wäre Nr. 1 vom Rad gefallen.

Und dann passierte es: gegen zwei stärkere Jungs hatte ich kraftmässig zwar keine Chance, aber die antrainierten Reflexe und Griffe meines „schwarzen Gürtels“ saßen auch noch nach 20 Jahren. Und als ich merkte wie die dazu gehörende Aggression sich aufbaute musste ich mich selbst geistig daran erinnern, dass die Jungs nur gankeln (oberbayerisch für aufziehen, spielen, Kräfte messen) wollten und keine wirkliche Gefahr von ihnen ausging.

Gut und schlecht: alte Verhaltensweisen und alte negative Erlebnisse lassen sich auch nach vielen Jahren nicht einfach ablegen.

Heute nicht mehr möglich

In Limone kamen wir auch an einem, besser: an dem Pool vorbei:

Damals™️, in grauer Vorzeit, kamen Bianca und ich auf dem Weg zum Restaurant direkt hier vorbei. Irgendwie landete Bianca dann warum-auch-immer angezogen im Pool.

Das Traurige: das sind Dinge, welche Kinder und Jugendliche heute nicht mehr erleben. Denn im Pool würden die allgegenwärtige Smartphones ihren Geist aufgeben. Schade aber auch. So viel Spaß, der ihnen entgeht.

Alt

Mit der süßen zweijährigen Nachbarstochter geredet und gefragt: „Willst Du ein Schokoladenei?“

Antwort von ihr: „Nein, wir fahren Eis essen. Aber warum bist Du da weiß?“

Ich: „Wo denn?“

Sie deutet auf meine Haare: „Da und da und da. Überall weiß.“

Yeah. Ich werde wohl alt. Uralt.

Gefühlsschwankungen

Nervig – und wie:

Die Tochter soll Hausaufgaben erledigen. Vier Blätter Mathe in zwei Wochen Ferien. Welch ein Kampf. Letztlich hätte sie 15 min benötigt, aber dank Aufstand und Bocken wurden es dann zwei Stunden. In denen ich eigentlich zwei Protokolle tippen wollte und nicht dazu kam.

Freudig:

Wenn der Postbote eine Karte bringt:

Extra breit grinsend:

Den Krächzpinguin am Telefon erreichen und ihr zum Geburtstag gratulieren. Gefühlt 8 min telefonieren und dann im Display sehen dass es … ok, lassen wir das. Und während des Telefonates viel gelacht, Erinnerungen ausgetauscht und Neues erfahren.

Wunsch

Irgendwann mal Bande mit dem Krächzpinguin zusammen bringen. Oder wie es Bianca mal formulierte: „Ich weiß nicht wie weit ich dann weg sein muss, um das nicht erleben zu müssen.“

Pubertär

Ü40.

Pilot.

2 Kinder.

Verheiratet.

Geklettert. Abgeseilt.

Verlassene Orte erforscht.

Mehr über Computertechnik vergessen als andere jemals lernen werden.

Soviel im Leben erlebt dass es für mehrere genügen würde.

Und dann: fühlt man sich plötzlich wie mit 14, ist verunsichert, aber das Herz schlägt schneller.

Find ich blöd.

Bei mir. Bei anderen find ich es süß.