Positiv formulieren

Oft wird viel zu schnell „Nein“ oder „Das darfst Du nicht!“ gesagt. Dabei hat es eine großartige, wenn auch unterschwellige Wirkung etwas positiv zu formulieren. Beispielsweise so:

Ich komme von einer 11,1 km langen Bergtour über vier Gipfel zurück. Bianca nimmt mich in den Arm und bemerkt: „Oh, Du riechst nach Berge, Wandern und Wald!“

Ich: „Erstaunt mich. Ich dachte ich schwitze und stinke und soll in die Dusche.“

Bianca: „Ich habe es positiv formuliert.“

Hat funktioniert. Und ist empfehlenswert. 

Gleiches Denken

Zu viert liegen wir nach dem Ludwigsfeuer in einem Raum und quatschen noch etwas … immer leiser und weniger …

Ronja: „Jetzt ist Ruhe! Ich will schlafen! Wenn ihr nicht sofort leise seid komm ich und rüttel und stupse Euch!“

Stille. 

Langsam und leise lasse ich meine Hand zu Bianca wandern, um sie zu kitzeln und sie zum Quieken zu bringen. Und stoße auf ihre beiden Händen, die zu mir kommen und mich kitzeln. 

Ach ja: Ronja hat uns beide gerüttelt und gestupst. 

Dampfmaschine

„Wat is ne Dampfmaschine?“

Ein Ritual aus der Uni-Zeit ist die alljährliche „Feuerzangenbowle“ mit dem gleichnamigen Film mit Heinz Rühmann. In diesem Film erklärt ein Lehrer auf unglaubliche Art und Weise, was eine Dampfmaschine ist (hier gibt es den Text auf einer externen Homepage; auf YouTube wird man bestimmt auch fündig).

In meiner Kindheit war ich von Dampfmaschinen begeistert und habe es endlich geschafft, meine alte Dampfmaschine aus dem Keller zu holen, zu entstauben und wieder zusammen zu bauen.

Und zur Inbetriebnahme habe ich Linus dazu geholt. Erst erklärte ich ihm theoretisch das Prinzip (inkl. Ventilen und beiden Löchern – das war eine Anspielung auf den Film), wies ihn auf evtl. Probleme ob des Alters der Dampfmaschin hin und dann machten wir das Feuer an.

Ne Dampfmaschin

Die Maschine funktionierte noch einwandfrei – und viel erstaunter war ich von Linus Begeisterung, der sich vor Freude gar nicht mehr ein kriegte, fragte und damit spielte. Eine Stunde lang. Und dank der Pfiffe kam auch eine Nachbarin, die den Pfeifton erkannte und ebenso interessiert war. Linus ist so begeistert, dass er jeden Tag fragt, ob er die Dampfmaschine anmachen darf 😃<<<<
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Fernsteuerung

Linus nimmt ein Croissant in die Hand als ob es ein Controller für die PlayStation ist und will damit (am Frühstückstisch) seine Schwester fern steuern. 

Ich schnapp mir ein anderes Croissant, richte es auf Linus, drücke hektisch virtuelle Tasten und murmle: „Schreibtisch aufräumen!“

Linus: „Netzwerkfehler! Netzwerkfehler!“

Starnberger See

Mit Freunden trafen wir uns heute am Starnberger See – was nach dieser Woche bei unseren Kindern zur Frage führte: „Müssen wir da auch erst wieder wandern?“  

Nein, heute nicht. Es ging direkt ins Wasser. 

Starnberger See

Und dank ruhigen Wassers hatten wir die perfekte Kühlung für unsere Melone:

Im Wasser schwimmend

Und mit schwimmen, treiben lassen und reden verging die Zeit mal wieder viel zu schnell … und nicht nur wir genossen die Ruhe:

Siebenschläfer

Nach Stockbrot und Grillen saßen wir noch entspannt am Ufer und beobachteten bei lauem Wind die Unwetterwarnungen, die am anderen Ufer Orange aufblitzten …

Sturmfront

Innerhalb von drei Minuten erwischte es dann auch uns: von einem lauen Wind zu Sturm (noch ohne Regen) in ein paar Augenblicken. Zum Glück war bereits zuvor alles gepackt und verstaut so dass wir im schnellen Schritt zum Auto liefen – und es dann bei einem ausgewachsenen Sturm nach Hause ging. 

Unser breit grinsender Gruß geht an die SUC-Fahrer, die mit ihren großen Karossen lieber im Tunnel stehen blieben und das Unwetter abwarteten (auch wenn es natürlich sinnvoll ist sich seiner Können bewusst zu sein und lieber zu warten – aber wir amüsierten uns trotzdem). Ronja schlief übrigens bei der Heimfahrt. 

Ein entspannter und abenteuerlicher Tag.