Tollkühne Männer

Mit den Kindern mal wieder „Die tollkühnen Männer in ihren fliegenden Kisten“ angeschaut und viel gelacht. 

Mit der Meldung, dass einer der Piloten den Ärmelkanal bei Nacht überfliegt und der Kommentierung durch den Lord mit „Wie wahnsinnig ist das denn?! Er weiß doch gar nicht wie er fliegen muss wenn er die Eisenbahnschienen nicht sieht!“ war es um mich geschehen 🙂 bis mir Ronja den Mund zu hielt ….

In der Pause (ja, die DVD hat wirklich eine Pause in der Mitte des Films) ging Ronja aufs Klo. 
Linus fragte derweilen: „Heiraten die am Ende noch?“
Kurz darauf kam Ronja zurück und fragte: „Heiraten die dann noch?“

Geheiratet wurde zwar nicht mehr am Ende, aber immerhin verlobt. Auf die Frage, ob ihr der Film gefallen hat, antwortete Ronja: „Ja, aber richtig lustig wäre es, wenn jemand voll in eine große Torte gefallen wäre.“

Award II

Durch den Liebsti-Award von Essential Unfairness wurde ich wieder darauf aufmerksam dass noch ein weiterer, älterer Frageblog aussteht. Damals konnte ich diesen aus Zeitgründen nicht beantworten.
Nominiert wurde ich von Tuberkulus von Tarzanstocher.

Warum tust Du DAS?
Weil ich beim Leben mit Linus festgestellt habe, dass „das vergesse ich nie!!“ nicht funktioniert. Erlebnisse mit Kindern (Sätze, Sprüche, etc) muss ich aufschreiben, damit ich sie nicht vergesse.
Das ginge zwar auch offline, aber so können hier auch Familie, Verwandte und Freunde mit lesen.
Und manchmal entstehen auch schöne „virtuelle Beziehungen“.
Ganz abgesehen von Calvins großem Abenteuer.

Wie hättest Du Deinen Schreibdrang vor 15 Jahren ausgelebt?
Damals gab es zwar noch keinen Blog, aber ich hatte bereits eine Homepage, habe Briefe auf Papier geschrieben und nebenbei Anleitungen in der Arbeit. Letzteres ist leider sehr unkreativ.

Liest Dein Partner die Texte vor der Veröffentlichung?
Ein klares Jein.
Erlebnisse meistens nicht, die tippe ich direkt ein. Wenn es längere Beiträge (Gedankengänge, Politik, …) sind, dann meistens ja.

Wolltest Du Deine Leser mal treffen? Alle?
Einen ganz bestimmt 😀 da hoffe ich schon dass wir das mal schaffen.
An bestimmten anderen Bloggern habe ich Interesse.
An allen – nein. Ich weiß ja nicht mal, wer alles meinen Blog wirklich liest.

Was oder worüber schreibst Du nicht?
Da gibt es einiges:
Ich versuche, nicht über negative Erlebnisse zu schreiben. Nicht, weil ich es nicht erleben würde, sondern weil ich mich freuen möchte, wenn ich selbst diesen Blog lese. Das gelingt mir nicht immer, manchmal ist mein Frust über etwas zu groß.
Über intime/vertrauliche Dinge schreibe ich nicht – meine Beziehung ist etwas zwischen mir und den jeweiligen Partner (egal ob Frau, Kinder, Freunde …).
Und ich schreibe nichts negatives über jemanden, stelle (hoffentlich) niemanden bloß. Das möchte ich ja über mich auch nicht lesen.

Wem gegenüber offenbarst Du Deine wahre Identität?
Ich stehe zu dem, was ich schreibe. Das ist auch in meinem Freundeskreis bekannt. Die übrigens hier nur erscheinen, wenn sie eingewilligt haben.
Ich habe aber auch Verständnis für jeden, der nicht möchte, dass er/sie erkannt wird.

Welchen Blog (außer Tarzanstocher) liest Du noch gerne?
Jedem Blog, den ich auch folge. Ich bin kein „folgst Du mir, dann folge ich Dir“-Leser.
Keine Ahnung, ob das auch im Profil zu sehen ist, wem ich folge.

Hattest Du schon Schreibpausen?
Ja.
Entweder weil gerade die Muse fehlt, es nichts erzählenswertes gibt oder schlicht die Zeit zum Schreiben fehlt.  Meistens ist es letzteres.

Was macht Dich richtig kreativ?
Zeit, Lust und Duschen.
Lust: wenn ich Spaß bei einer Sache habe, es mir gefällt und ich mich dabei ausleben kann.
Beispiel: „Hi Tom, baust Du mit meinen Kindern ein Baumhaus? Da drüber ist der passende Baum, Holz, Werkzeug und hier meine Kreditkarte, falls Du noch was aus dem Baumarkt benötigst.

Zeit
: wenn ich keinen Zeitdruck habe und meine Frau nicht genervt hinter mir steht, weil ich bastle anstatt das Haus sauber zu machen.
Duschen: unter der Dusche stehen animiert mich am besten für das kreative Arbeiten. Die beschlagene Glaswand ist dabei mein Zeichenbrett.
Nachteil: die Kinder wetten schon, wie lange ich zum Duschen brauche. Und wir haben leider nur eine Dusche.

Danke für die Nominierung, die Fragen und den damit verbundenen Spaß!

Award I

Oh oh …
Ich bin von lareine vom Blog Essentail Unfairness zu einem Liebster-Award nominiert worden.
liebsteraward

Zu so etwas bin ich schon einmal nominiert worden, kam aber zeitlich nicht dazu – ein Dauerproblem von mir beim Bloggen. Aber dank diverser Umstände habe ich diesmal Zeit zum beantworten.
Und statt weiterer langer Vorreden hier die Fragen und Antworten.

Was ist Dein liebster Zeitvertreib?
Fliegen 😉 wenn aber Zeit und Geld dies nicht zu lassen, gibt es dazu noch viele Alternativen: lesen, spielen (Brett- und Kartenspiele, aber auch Computer-/PS4-Spiele), Berge erwandern, Schlitten fahren, Kinder beschäftigen, geocachen … die Welt bietet so viele Möglichkeiten, die entdeckt werden wollen, dass es wohl nie langweilig wird.

Gibt es einen Wunsch, den du dir vielleicht eigentlich erfüllen könntest, aber scheust?
Da gibt es einige, aber alle hängen mit Geld zusammen – welches besser für das Haus, Kleidung, Autoreparaturen, Fliegen etc. verwendet wird.
Vom Geld unabhängig gesehen: diverse Trips, bspw. nächstes Jahr nach Kanada, wo mein Firmpatenkind ein halbes Jahr leben wird. Die zwei oder drei Wochen Urlaub, die ich dafür verwenden muss, möchte ich lieber aktiv mit meinen Kindern verbringen.

Vor welcher alltäglichen Situation gruselst du dich immer wieder?
Vor dicken, haarigen Spinnen. Ein Kindheitstrauma.

Wenn du etwas erfinden könntest – was wäre es?
Eine Anti-Gravitations-Tablette, damit Menschen ohne Flügel oder ohne Flugzeuge fliegen können. So wie in meinen Träumen – abspringen, durch die Luft schweben und es geniessen.

In welches Jahr würdest Du mit einer Zeitmaschine reisen – und warum?
Darauf gibt es zwei Antworten: 1895 und 1969.
1895: Otto Lilienthal besuchen und mit ihm reden – über das Gefühl des Fliegens, die Sucht und Suche, die ihn antrieb, um genau dieses Gefühl zu erleben.
1969: Flower Power in San Francisco, Woodstock und vor allem: die erste Mondlandung erleben.

Was war das schönste Geschenk, das du jemals bekommen hast?
Das ist verdammt schwer zu beantworten … letztlich gibt es aber nicht das Geschenk für mich, bei welchem ich sage: das ist es!
Kinder wollte ich immer haben, das sehe ich aber nicht als Geschenk.
Gesundheit ist etwas, was als Geschenk unbezahlbar ist – das merkt mensch spätestens dann, wenn es fehlt.
Spontan fällt mir ein: meine Pilotenlizenz (die aber eigentlich kein Geschenk ist, sondern erarbeitet), der Bär aus Holz von meiner Frau, das selbstgebastelte weißblaue Armband meines Sohnes, ein selbstgemaltes Bild meiner Tochter, die selbstgemalten T-Shirts mit Calvin-n-Hobbes-Geschichten meiner Frau, Bande erleben zu können (das ist aber schon wieder eine eigene Geschichte)  ….

Und manchmal liegt der Wert wirklich im Pfennig/Cent-Bereich: das eine Telefonat, dass meine Frau damals mit dem Verkäufer meines Traumwagens (ein roter VW Käfer) führte, weil ich viel zu aufgeregt und nervös war (was schon wieder eine ganz eigene Geschichte ist).
Manchmal werde ich auch beschenkt, ohne dass die Schenkenden es merken: wenn ich etwas gegeben habe (ein kleines Geschenk, ein paar Worte, eine Begleitung, im Ehrenamt aktiv) und die Leute sich wirklich freuen und das sichtbar ist – das ist für mich ein innerliches Geschenk, welches mich mehr aufbaut als bspw. ein Buch mit Widmung.

Zeit, die sich vielbeschäftigte Leute für mich/uns nehmen, ist eben so ein großes Geschenk.
Genauso Toleranz, die ich in vielfältiger Form erleben durfte.

Letztlich läuft es darauf hinaus: die meisten immateriellen Geschenke sind mehr wert als die materiellen.

Und ehrlich: als Kind und Jugendlicher war genau das für mich unvorstellbar.

Was war der beste Moment des heutigen Tages für Dich?
Nominiert wurde ich am Sonntag, daher gilt diese Antwort für diesen Sonntag, 01.11.: „Die Sendung mit der Maus“ an zu schauen. Dabei ging es darum, wie und warum ein Hubschrauber fliegt.
Der Rest des Tages und der Nacht war damit gefüllt, mich um Linus zu kümmern, der sich viel zu oft übergeben hat (Magen-Darm).
Jetzt wisst ihr auch, warum ich in den letzten Tagen Zeit zum Tippen hatte.

Welchen Film könntest Du locker zehn Mal gucken oder hast es evtl. schon gemacht?
Da gibt es viele 😀 führend dürfte aber „Vier Hochzeiten und ein Todesfall“ sein, gefolgt von „Die tollkühnen Männer in ihren fliegenden Kisten“ und – ein jährliches Ritual mit Freunden während der Adventszeit – „Die Feuerzangenbowle“. Letzteres natürlich stilecht mit eigener Feuerzangenbowle, Wecker, Likör und Sternwerfer (klar: das ist eine eigene Geschichte).

Hast Du ein Wunsch-Reiseziel?
Viele – die folgenden sind noch aus meiner Jugendzeit und immer noch aktuell: IslandWest-Kanada (Vancouver, Vancouver-Island, Banff, Jasper) – Neuseeland – den „Indian Summer“ erleben.

Gibt es etwas, das Du öfter mal wider besseren Wissens tust?
Fliegen gehen.

Was wünscht Du Dir für die restlichen Monate dieses Jahres?
Mehr freie Zeit als im letzten Jahr.
Damals war der 25.12. der erste Tag nach zwei Monaten, an dem ich keinen Termin (beruflich und ehrenamtlich) hatte. Das ist für mich eine innerliche Warnung geworden. Auch mit dem Blick auf die Antwort zu Frage 6: Zeit ist ein Geschenk.
Danke für die Nominierung und die dadurch ausgelöste Aufforderung zum Nachdenken.